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Das UNO-Jahr der behinderten Menschen 1981:

Bewegungsgeschichte und offizielle Politik

Unter dem Motto "Einander verstehen - miteinander leben!" stand das UNO-Jahr der Behinderten in Deutschland. In der Lesart der damaligen Bundesregierung bedeutete dies: Integration und Rehabilitation von Behinderten. In die Alltagspraxis übersetzt, kam es aber zu eine Politik der Sondereinrichtungen, Sonderhilfsmittel, Sonderbehandlung usw., die zur Gettobildung, Isolation, Entmündigung und Mißhandlung führte. Doch nicht nur das - auch die Organisation von Behindertenpolitik fand ohne die Beteiligung von Behinderten statt. Bei der Eröffnungveranstaltung zum UNO-Jahr 1981 in Dortmund entlud sich der Unmut über diese politische, soziale und kulturelle Ausgrenzung von Behinderten durch die offizielle Politik. Es kam zur Besetzung des Podiums. Gefordert wurde das Behinderte selbst bestimmen wie sie leben wollen und welche politischen Forderungen zu erheben seien. Die Besetzung der Bühne auf der Eröffnungveranstaltung in Dortmund war Auftakt vielfältiger Aktionen und Aktivitäten der Behindertenbewegung zum UNO-Jahr 1981. In der Folge kam es zu einer starken Politisierung der Behinderteninitiativen.


Sozialpolitische Umschau Nr. 102/1980: Vorbereitungen der Bundesregierung zum UNO-Jahr der Behinderten 1981 
Adenau-Treff: Ergebnisprotokoll zum UNO-Jahr der Behinderten von Behinderteninitiativen 
ZDF-Film "Wer ist hier behindert - ich oder Du?  
Ein Kommentar zum UNO-Jahr der Behinderten 1981  
Dortmunder Flugblatt 1980  
Einladung Adenau: Vorbereitungstreffen zum UNO-Jahr der Behinderten von Behinderteninitiativen 
Bundesregierung: Sozialpolitische Informationen zum UNO-Jahr des behinderten Menschen 
BAGC: Zentrale Eröffnungsveranstaltung zum UNO-Jahr  
Grußwort des Bundespräsidenten zum UNO-Jahr der Behinderten 1981 
Grußwort des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung zum UNO-Jahr der Behinderten 1981 
Resolution von Behinderteninitiativen zum UNO-Jahr 
Einladung: Vorbereitung Krüppeltribunal 
Planung für das Behindertenjahr 1981 
Cartoons im Behindertenjahr 1981 
Proteste bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung in Dortmund 
forum-Artikel: Konfrontation oder Integration 
forum-Artikel: Nachlese Gesundheitstag 1981 
SPAK-forum-Artikel: 1981 Jubeljahr für wen? 
forum-Artikel: zum jahr der behinderten 
SPAK-forum-Artikel: Carstens - geh doch lieber wandern 
SPAK-forum-Artikel: Behinderte: Warum blockieren Sie uns, Herr Senator? 
SPAK-forum-Artikel: Emanzipation vor Integration 
Reha-Comic 
Comic: Die drei Klammeraffen 
Comic: "das Man-agement" 
Resümee 20 Jahre nach dem Krüppeltribunal 


Geschichte Frankfurter Reise-Urteil - Die Bewegung formiert sich:

Die sichtbare Anwesenheit von Behinderten am Urlaubsort schmälert den Erholungswert des Urlaubs, so lautete das Urteil des Frankfurter Landgericht vom 25.2.1980, und bewilligte eienr Klägerin eine Teilminderung ihrer Reisekosten. Die Proteste gegen das sogenannte "Frankfurter Reise-Urteil" waren die ersten überregionalen und gemeinsamen Aktivitäten verschiedener Behinderteninitiativen dieser Größenordnung. Die daraus entstandene Vernetzungsstrukturen bildeten den Grundstock für die späteren Proteste der Behindertenbewegung gegen die offizielle Politik der damaligen Bundesregierung im UNO-Jahr der Behinderten 1981. Gleichzeitig sind die Proteste gegen das sogennante Frankfurter Reise-Urteil als eine wichtige Wurzel der Behindertenbewegung anzusehen.


Ernst Klee: Behinderte im Urlaub? 
Ernst Klee: Behinderte im Urlaub? (Inhaltszusammenfassung) 
Dokumentation Behinderte im Urlaub (Inhaltsverzeichnis) 
Dokumentation Behinderte im Urlaub (Autor-Beschreibung) 
Bild 1: Protest gegen das Frankfurter Reise-Urteil 
Bild 2: Protest gegen das Frankfurter Reise-Urteil 
Das Frankfurter Reise-Urteil 
Bild zum Frankfurter Reise-Urteil 
Comic zum Frankfurter Reise-Urteil 
Aufruf zur Demonstration zum Frankfurter Reise-Urteil 
Bild 3: Demonstration zum Frankfurter Reise-Urteil 
Bild 4: Demonstration zum Frankfurter Reise-Urteil 
Bild 5: Demonstration zum Frankfurter Reise-Urteil 
Comic zum Frankfurter Reise-Urteil