Bundesverband Poliomyelitis e. V.
Informationen, Aufklärung,Rat und Hilfe
Von B. Böthig und S. Dittmann
(Die in Klammern gedruckten Ziffern
beziehen sich auf die Literaturliste im Anhang zu diesem Kapitel.)
Die spinale Kinderlähmung wird
durch Polioviren der Serotypen 1, 2 oder 3 hervorgerufen. Eine
Infektion führt durch Zerstörung der motorischen Vorderhornzellen
des Rückenmarks bei 0,1 bis 1% der Erkrankten zu bleibenden
Paralysen. Nach der akuten Erkrankungsphase kommt es vor allem
durch physiotherapeutische Behandlung zur teilweisen Erholung
und relativen Stabilisierung des Gesundheitszustandes. In 25 bis
40% der Fälle (1) bleiben nach überstandener Poliomyelitis
atrophische Lähmungen zurück, die mit Wachstumsstörungen
der Gliedmaßen, Rückgratverkrümmung und Gelenkkontrakturen
einhergehen. Andere Autoren schätzen, daß bei 70% der
Lähmungsfälle Restschäden zurückbleiben (2).
Seit Beginn der achtziger Jahre werden
in den USA Patienten auffällig, die vor 20 bis 40 Jahren
an einer Poliomyelitis erkrankten und nach einer längeren
Periode relativer gesundheitlicher Stabilisierung über neue
funktionelle Einschränkungen klagen. Die neu auftretenden
Beschwerden äußern sich in zunehmendender Muskelschwäche
und Müdigkeit, Schmerzen und Atemfunktionsstörungen.
Teilweise werden die Betroffenen an die akute Phase ihrer Krankheit
erinnert.
Derartige Spätfolgen sind schon
Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben worden (zitiert bei (3)),
wurden jedoch auf Grund des akuten Infektionsgeschehens mit jährlichen
schweren Polio-Epedidemien wenig beachtet.
Neurologen (4, 5) hatten später
vereinzelt Patienten beobachtet, bei denen nach vorangegangener
Poliomyelitis im Verlaufe des späteren Lebens progressive
Muskelschwäche auftrat, jedoch schienen solche Beobachtungen
auf Einzelfälle beschränkt zu bleiben.
In Deutschland wurde von PINDER (6)
auf Spätfolgen nach Polio-Erkrankungen hingewiesen. Anhand
der Symptomatik bei 414 Patienten zeigte er, daß sich diese
Spätfolgen als progredient erwiesen. Er forderte orthopädisch-physiotherapeutische
Maßnahmen und den Erhalt von Rehabilitationszentren bzw.
entsprechende Sanatorien. Auch FREHSE (7) berichtete über
chronische Unterbeatmung als eine Spätfolge der Poliomyelitis.
Für die nach Jahren auftretenden
Spätfolgen wurde erst Anfang der achtziger Jahre die Bezeichnung
"Post-Polio-Syndrom" (PPS), vor allem durch amerikanische
Autoren, in die medizinische Literatur eingeführt. In den
USA schätzt man, daß nahezu die Hälfte der früheren
Poliomyelitis-Patienten an einem PPS erkranken bzw. erkranken
können (8). Auch in anderen englischsprachigen Ländern
ebenso in Österreich und der Schweiz, hat man sich den wissenschaftlichen
Problemen und der Information der Bevölkerung in der letzten
Zeit gewidmet.
In Deutschland wurde im Oktober 1991
eine Selbsthilfegruppe "Polio e.V." (Vorsitzende: Frau
A. LAMEY) gegründet. Im Dezember 1991 verwies das Bundesgesundheitsamt
(BGA) in einer Pressemitteilung auf die Möglichkeiten des
Auftretens des PPS, um zur Aufklärung vor allem der Ärzte
beizutragen, diese neuen funktionellen Probleme, die 20 bis 40
Jahre nach Einsetzen der akuten Lähmungen bei Betroffenen
auftreten und deren Lebensweise und Lebensqualität entscheidend
beeinträchtigen können, besser zu erkennen und zu deuten.
Diese Mitteilung rief bei Betroffenen und Ärzten Resonanz
hervor.
In der Tabelle 1 sind die Polio-Erkrankungen
in Deutschland von 1950 bis 1990 zusammengestellt. Durch die Meldungen
wurden vorrangig paralytische Erkrankungen erfaßt. Aus der
Tabelle ist der starke Abfall der Erkrankungszahlen in den Jahren
1960 bis 1962 nach Einführung der Polio-Schutzimpfung deutlich
zu erkennen. Die in den nachfolgenden Jahren noch aufgetretenen
Erkrankungen sind vorrangig importierte Fälle, die bei Ausländern
oder nach Auslandsreisen auftraten; bei einigen wenigen Erkrankungsfällen
ist ein Zusammenhang mit der Schutzimpfung wahrscheinlich. Das
Hauptaugenmerk der Gesundheitsbehörden richtet sich seit
Anfang der sechziger Jahre auf die erforderliche Weiterführung
der Impfmaßnahmen, um die erzielten Erfolge bei der Bekämpfung
dieser gefährlichen Infektionskrankheit zu sichern und die
Immunität der Bevölkerung gegen diese Erreger aufrechtzuerhalten.
Damit gerieten jedoch auch die Polio-Erkrankten vergangener Jahre
mehr und mehr in Vergessenheit.
Da es für Spätfolgen der
Kinderlähmung keine Erfassung gibt, liegen in Deutschland
keine exakten Angaben über die Zahl der Betroffenen vor,
so daß man auf grobe Schätzungen angewiesen ist. Berücksichtigt
man für die Jahre 1950 bis 1960 eine durchschnittliche Zahl
von 3.000 bis 4.000 jährlich gemeldeten Poliomyelitiden (Tab.
1), von denen ein großer Teil (25 bzw. 40 bis 70%) mit Restschäden
verblieb, und geht man von ähnlichen Größenordnungen
der Häufigkeit rückwirkend bis 1920 aus, so kann geschätzt
werden, daß noch 40.000 bis 110.000 bis zu Siebzigjährige
in Deutschland mit Polio-Restschäden leben könnten.
In den USA belaufen sich Schätzungen
der noch lebenden Poliomyelitis-Opfer auf 250.000 bis 650.000
(9, 10), nach neuesten Angaben sogar auf 1,63 Millionen (8), wobei
die Bevölkerung der USA ca. dreimal so groß wie die
des wiedervereinigten Deutschlands ist. Legt man weiterhin die
Schätzung in den USA zugrunde, die davon ausgeht, daß
ein Viertel bis nahezu die Hälfte des Personenkreises an
einer PPS erkranken könnte, wird die Bedeutung dieser Problematik
deutlich: Es muß mit einer hohen Anzahl Betroffener auch
in Deutschland gerechnet werden, die zwischen 10.000 bis 50.000
liegen kann.
Die Patienten mit PPS klagen über zunehmende Muskelschwäche mit funktionellen Einschränkungen und über ungewöhnliche Schmerzen, die als spezifisches Symptom des PPS angesehen werden, wobei auch Muskelregionen betroffen sein können, die bei den vorangegangenen Polio-Erkrankung scheinbar nicht beteiligt waren (11 bis 13). So können auch Personen nach überstandener Polio ohne paralytische Symptome Jahre danach das Post-Polio-Syndrom erleiden. In einem amerikanischem National Health Interview Survey wurde bei 28% von mehr als 820.000 Personen nach überstandener nicht-paralytischer Polio über das PPS berichtet (14).
Außerdem können schnelle
Ermüdung, Schlaf- oder Schluckstörungen sowie Atemfunktionsstörungen
und vegetative Regulationsstörungen auftreten. Besonders
betroffen sind mittel- und schwerstbehinderte Polio-Patienten
(15). AGRE und Mitarbeiter (5) stellten fest, daß PPS-Patienten
während der akuten Polio-Erkrankung länger hospitalisiert
waren, sich langsamer erholten und einen größeren Verlust
von Vorderhirn-Neuronen aufwiesen. Auch waren die PPS-Patienten
zur Zeit der akuten Poliomyelitis älter als Personen ohne
PPS, die ebenfalls früher an einer Polio erkrankt waren.
Diese Patienten zeigen eine starke
emotionale Reaktion auf die erneuten Beschwerden, denn sie müssen
neue Einschränkungen in ihrer Lebensweise und z. T. auch
den Verlust der Arbeitsfähigkeit akzeptieren.
Nach LEHMANN (17) treten
- Muskelschwäche bei ca. 87
%,
- Schmerzen bei 75 %,
- Müdigkeit bei ca. 75 %
der Betroffenen und auch bei 24 %
der früher an einer nicht-paralytischen Poliomyelitis Erkrankten
auf.
Andere Autoren (18) kamen zu vergleichbaren
Angaben.
- Muskelschwäche bei 75 %,
- Schmerzen bei 72 %,
- Müdigkeit bei 83 %
- Verstärkung der Symptome durch
emotionellen Streß bei 75 %
der Betroffenen.
Die Ursachen des Auftretens des PPS sind noch nicht völlig geklärt. Für eine Reaktivierung des Poliovirus nach längerer Latenzphase gibt es keine wissenschaftlichen Beweise (19, 8).
Bisherige Studien (11, 12) haben
zu der Schlußfolgerung geführt, daß es sich um
eine neue, aktiv fortschreitende Denervation bestimmter Muskelgruppen
handelt, die nicht durch normale altersbedingte Veränderungen
zu erklären ist.
Die Funktion der durch die Polio-Erkrankung
zerstörten Neurone wird in der Phase der teilweisen Erholung
durch Sprossung intakt gebliebener benachbarter Nervenzellen übernommen,
die dadurch einen vielfach größeren Bereich an Muskelfasern
als normalerweise zu innervieren haben (10, 21). In Muskelbiopsien
bei Patienten mit PPS wurden große Gruppierungen mit Muskelfasern
mit Zeichen von teilweiser Denervation festgestellt, die als Folge
einer spezifischen und chronischen Überbelastung (22, 23)
angesehen werden kann. Da viele frühere Polio-Patienten aktiv
im öffentlichen Leben stehen, wäre eine solche Dauerbelastung
durchaus erklärbar.
Ausgewogene Therapiekonzepte liegen zur Zeit kaum vor. Empfohlen wird jedoch ein angepaßtes Übungsprogramm mit leichter Belastung und entsprechenden Pausen sowie ggf. Gewichtsreduzierung zur Entlastung der Muskulatur. Intensives Training, extreme Anstrengungen und Dauerbelastungen sollten vermieden werden (16, 20).
LEHMANN (17) formulierte folgendes:
"Die wirksamste Therapie der bisher beschriebenen Symptome
im Spätstadium nach Poliomyelitis ist deren Vorbeugung. Das
bewiesen Patienten, die sich seit Auftreten der Poliomyelitis
durch ambulante Physiotherapie mit gezieltem Durch-bewegen der
Muskulatur und Gelenke und/oder jährlichen Rehabilitationsaufethalten
von drei bis vier Wochen in entsprechenden Heilbädern und
mit Einhaltung einer sinnvollen adäquaten Erholungsphase
und/oder mit angepaßter Bewegungstherapie in Form hielten
und gleichzeitig unter erfahrener fachärztlicher Kontrolle
ihre orthopädischen und prothetischen Probleme sorgfältig
wahrnahmen und lösen ließen." Dabei muß
betont werden, daß solche Hilfen und
eine regelmäßige Therapie nicht als Luxus anzusehen
sind, sondern als unerläßliche Voraus-setzung zur Erhaltung
der Arbeitsfähigkeit und einer angepaßten Lebensqualität
der Betroffenen.
Da es bisher kaum wissenschaftliches
oder praktisches Interesse an dieser Problematik in Deutschland
gab, kann davon ausgegangen werden, daß auch die Kenntnisse
über das Post-Polio-Syndrom in der Ärzteschaft und den
medizinischen Heilberufen gering ist. Andererseits bedürfen
gerade diese Patienten des Verständnisses informierter Ärzte.
Für sie ist eine angepaßte Therapie von größter
Bedeutung, aber auch die Kenntnis der Versorgungsämter der
Bundesländer über dieses Krankheitssyndrom, da letztlich
von diesen Stellen über den Grad der Behinderung und die
Bereitstellung von Rehabilitationshilfen entschieden wird. Bei
auftreten des Post-Polio-Syndroms kann eine Neufestlegung einer
eventuellen Minderung der Erwerbsfähigkeit bzw. eine Neubewertung
der Behinderung erforderlich werden.
Tabelle 1: Poliomyelitiden in Deutschland
| Jahr | BRD | Berlin-West | Saarland | Ex-DDR | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1950 | 2830 | 49 | 39 | 451 | 3369 | |
| 1951 | 1269 | 115 | 219 | 671 | 2274 | |
| 1952 | 9517 | 211 | 22 | 509 | 10259 | |
| 1953 | 2242 | 86 | 90 | 2663 | 5081 | |
| 1954 | 2713 | 85 | 31 | 1151 | 3980 | |
| 1955 | 2869 | 240 | 46 | 1001 | 4156 | |
| 1956 | 4109 | 50 | 78 | 676 | 4913 | |
| 1957 | 2271 | 61 | 70 | 1596 | 3998 | |
| 1958 | 1508 | 194 | 48 | 958 | 2708 | |
| 1959 | 2114 | (inkl. Berlin-West u. Saarland) | 958 | 3072 | ||
| 1960 | 4198 | 126 | 4324 | |||
| 1961 | 4673 | 4 | 4677 | |||
| 1962 | 296 | 2 | 298 | |||
| 1963 | 241 | 5 | 246 | |||
| 1964 | 54 | 54 | ||||
| 1965 | 48 | 1 | 49 | |||
| 1966 | 17 | 2 | 19 | |||
| 1967 | 54 | 54 | ||||
| 1968 | 59 | 1 | 60 | |||
| 1969 | 25 | 4 | 29 | |||
| 1970 | 15 | 2 | 17 | |||
| 1971 | 17 | 17 | ||||
| 1972 | 15 | 1 | 16 | |||
| 1973 | 29 | 1 | 30 | |||
| 1974 | 15 | 15 | ||||
| 1975 | 24 | 1 | 25 | |||
| 1976 | 40 | 40 | ||||
| 1977 | 25 | 2 | 27 | |||
| 1978 | 13 | 13 | ||||
| 1979 | 9 | 1 | 10 | |||
| 1980 | 7 | 1 | 8 | |||
| 1981 | 11 | 1 | 12 | |||
| 1982 | 4 | 1 | 5 | |||
| 1983 | 7 | 7 | ||||
| 1984 | 1 | 1 | 2 | |||
| 1985 | 5 | 5 | ||||
| 1986 | 4 | 4 | ||||
| 1987 | 3 | 2 | 5 | |||
| 1988 | 1 | 1 | ||||
| 1989 | 2 | 2 | ||||
| 1990 | 2 | 1 | 3 | |||
Literatur :
(1) Cumakov, M. P. und Voroshila, M. K.: Picornavirus-Infektionen. In Handbuch der Inneren Erkrankungen, Bd. 5: Infektionskrankheiten, Herausgeber: G. Brüschke, Jena:VEB Gustav Fischer Verlag 1983.
(2) Kleinschmidt, In: Feer, E.: Lehrbuch der Kinderheilkunde, Stuttgart Fischer 1955
(3) Cosgrove, J. L., et al.: Late effects of poliomyelitis, Arch. Phys. Med. Rehabil. 68 (87) 4-7
(4) Champbell, A. M. G., Williams, F. R. and Pearce, J.: Late motor neuron degeneration following poliomyelitis. Neurology 19 (1969) 1101-1106
(5) Agre, J. C. and Rodrigues, A. A.: Neuromuscular function in polio survivers. Orthopedics 14 (1991), 12, 1343-1347
(6) Pinder, H.-E.: Die Spätfolgen der Poliomyelitis. Beitr. Orthop. u. Traumatol. 31 (1984) 233-242
(7) Frehse, U.: Spätfolgen nach Poliomyelitis: Chronische Unterbeatmung und Möglichkeit selbstbestimmter Lebensführung Schwerbehinderter. Schriftenreihe zur Praxis der Rehabilitation 3 (1989) 5
(8) Bruno, R. L.: Post-Polio Sequelae: Resarch and Treatment in the Second Decade. Orthopedics 14 (1991), 11, 1169-1170
(9) Munsat, T. L.: Poliomyelitis - New problems with an old disease, N. Engl. J. Med. 324 (1991), 17, 1206-1207
(10) Sullivann, L.: Rehabilitation Gazette 31 (1991), 2, 14
(11) Cashman, N. R., Maselli, R., Wollmann, R. L., Roos, R., Simon, R., and Antel, J. P.: Late denervation in patients with antecedent paralytic poliomyelitis. N. Engl. J. Med. 317 (1987) 7-12
(12) Dalakas, M. C.: New neuromuscular symptoms after old polio ("The post-polio-syndrom"): Clinical studies and pathogenic mechanisms. Birth defects 23 (1987) 241-263
(13) Halstead, L. S.: Assessment and differential diagnosis for Post-Polio-Syndrome. Orthopedics 14 (1991), 11, 1209-1217
(14) Parsons, P. E.: Data on polio survivors from the National Health Interview Survey. Washington DC: National Center for Health Statistics 1989
(15) Halstead, L. S. and Wiechers, D.O. (eds.): Late effects of poliomyelitis Miami: Symposia Foundation, 1985, 15-20
(16) Anderson, A. D., Levine, S. A. and Gellert, H.: Loss of ambulatory ability in patients with old anterior poliomyelitis. Lancet 2 (1972), 1061-1063
(17) Lehmann, Th. Chr.: Poliomyelitis anterior acuta - Die Spätfolgen (Manuskript 1991)
(18) Bruno, R. L. and Frick, M.M.: The psychology of polio as prelude to Post-Polio Sequelae: Behavior modification and psychotherapie, Orthopedics 14 (1991), 11, 1185-1193
(19) Salazar-Grueso, E. F., Grimaldi,
L. M., Ross, R. P., Variakojis, R., Jubelt, B. and Cashman, N.
R.: Isoelectric focusing studies of serum and cereprospinal fluid
in patients with antecedent poliomyelitis. Ann. Neurol. 26 (1989)
709-713
(20) Henrikson, K. G.: Collateral nerve regeneration in parially denervated muscles. Assoc. Europ. Poliomyel. IX, Stockholm 1963, 447-450
(21) Wiechers, D.: New concepts of reinnervated motor unit revealed by vaccine-associated poliomyelitis. Muscle Nerve 11 (1988) 356-364
(22) Dalakas, M. C., Elder, G., Hallett, M., et al.: A long-term follow-up study of patients with post-poliomyelitis neuromuscular symptoms, N. Engl. J. Med. 314 (1986) 956-963
(23) Perry, J., Barnes, G. and Gronley, J. K.: The post-polio-syndrome - an overuse phanomenon. Clin. Orthop. 233 (1988) 145-162
(24) Young, G. R.: Energy conservation
occupational therapy and the treatment of post-polio sequelae,
Orthopedics 14 (1991), 11, 1233-1239
Anschriften der Verfasser :
Dr. Barbara Böthig
Nationales Referenzzentrum für Poliomyelitis u. Enteroviren
Robert-Koch-Institut des Bundesgesundheitsamtes
Bereich Schöneweide
Britzer Str. 1-3
12439 Berlin
und
Prof. Dr. Sieghart Dittmann
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie des Bundesgesundheitsamtes
General-Pape Str. 62-66
12101 Berlin