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Studie: Behinderte Frauen erhalten viel weniger Geld als Männer

Schwerbehinderte Frauen in Nordrhein-Westfalen müssen nach einer neuen Studie mit deutlicher weniger Geld auskommen als männliche Behinderte. Während 41 Prozent der Frauen über ein Nettoeinkommen zwischen 1000 und 1400 Mark verfügten, erhielten 44 Prozent der Männer zwischen 2200 und 3000 Mark pro Monat, berichtete die nordrhein-westfälische Gleichstellungsministerin Ilse Ridder-Melchers (SPD) am Samstag in Köln bei einer Tagung "Mittendrin Frauen und Mädchen mit Behinderungen in der Arbeitswelt.' Nach der von ihrem Ministerium in Auftrag gegebenen Studie sind 900000 der insgesamt 1,9 Millionen Schwerbehinderten in NordrheinWestfalen Frauen. Fast 18000 von ihnen seien arbeitslos gemeldet, hieß es.

Obwohl Frauen 47 Prozent der Behinderten stellten, liege ihr Anteil an der beruflichen Rehabilitation nur bei etwa 33 Prozent, sagte Ridder-Melchers. Dieser Anteil müsse erhöht werden und auch behinderte Mütter, die einen Arbeitsplatz suchten, dürften nicht mehr von derartigen Eingliederungsmaßnahmen ausgeschlossen werden.